Atlantikwall

Wir sind in Calais gelandet. 30 Millionen Reisende nutzen den Port de Calais als Einklarierungshafen für die Überfahrt nach England. Kann man dort auch Urlauben? Als wir an Ostern diesen Jahres uns in die Riege der 30 Millionen einreihten, konnte wir vom Oberdeck der Fähre aus die nicht zu beseitigenden Relikte des Antlantikwalls bereits das erste Mal sehen. Irgendwie fiel das Wort „da müsste man nochmal hin“, ohne dass wir konkret daran gedacht hätten, hier einmal zu landen.

Bedingt durch Regen, den man getrost als „etwas stärker“ bezeichnen kann, brachen wir heute Morgen nach Süden hin auf und checkten uns auf einem kleinen Campingplatz, direkt neben einem Fort aus dem 19. Jahrhundert und einer Artilleriestellung aus dem 20. Jahrhundert, direkt hinter den Dünen gelegen ein. Ich habe leider nie französisch gelernt und durfte zu meiner Freude feststellen, dass ich mich besser auf französisch verständigen kann, als die Besitzerin des kleinen Campinplatzes auf deutsch und englisch zusammen. Dann: Strandspaziergang, Bunkerbesichtigung, Stadtrundfahrt mit dem Bullitt in Calais. Der Ort, völlig zerstört im zweiten Weltkrieg, einmal durch die Deutschen und dann wurden die Reste auch noch durch aliierte Bomber beseitigt, die Calais mit Dünkirchen verwechselt haben. Kann ja mal passieren… Interessante Wiederaufbauarchitektur mit Ensemblecharakter. Kann man sich mal ansehen und sich einen Vorgeschmack auf Le Havre holen. Dennoch steht das Bullitt am Ende des Tages am Kai und blickt wehmütig der Fähre nach Dover hinterher. 

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