Tag 7: Richtung Le Havre 

Die gestrige Netzstörung scheint behoben. Wir fühlen uns nicht mehr so „adw“. Die Regenprognose, die wir gestern eingeholt hatten: ein Witz.  Es hat die ganze Nacht geregnet. Der Heizung  (auch ein wichtiges Feature des Bären!) sei Dank, sind die Klamotten nur halb so klamm. Ein Glück, dass wir nicht zelten … meine Stimmung wäre im Keller. 

Wir hatten gestern keine Gelegenheit, die heutige Route zu planen, geschweige denn ein  konkretes Ziel festzulegen. Klar ist: wir fahren Richtung Le Havre. Die Kinder haben inzwischen ein klares Ziel: mehr Atlantikwall und die Landungsstrände. Also doch Kultur! Und mehr Meer! 

Erste Etappe: Étretat.
Dort sollen die Steilküsten am Schönsten sein. Ein Must-See. So schraubt sich der Bär durch kleine Ortschaften mit hübschen Fachwerkhäusern und beeindruckenden Gehöften, an Landgütern cvorbei und durch weite Landschaften, die geprägt sind von runden Strohballen, viel Grün und weidenden Kühen.
Viele andere Wohnmobile haben eine ähnliche Idee.  Die Küstenstraße ist trotzdem nicht extrem frequentiert, aber wir werden häufig freundlich von „Kollegen“ gegrüßt. Und grüßen zurück oder zuerst. 

Und es begegnen uns lustige (und laute) Gefährte:

Veules-les-Roses schauen wir nicht an. Schon beim Durchfahren wird allerdings deutlich: das ist einer der schönsten Orte, die wir bisher gesehen haben.  Wie viele der Dörfer: viel Fachwerk, Backstein und viel Blumenschmuck. Man putzt sich raus! 

Zwischenstopp in Saint-Valery-en-Caux. Es ist sonnig. Wir sind für gestern entschädigt und schlendern am Gezeitenhafen entlang und dann über den Markt, essen Ringlo und kaufen Tomaten „alte Sorte“. Ein wunderbares Örtchen am Meer. 

Der Seebär unter uns bekommt leuchtende Augen angesichts mancher Segelboote („passt für zwei“, „wenn ich mal im Lotto gewinne“). Das älteste Haus im Ort ist aus dem frühen 16. Jahrhundert und macht echt was her. Daher, mal anders, das heutige Titelbild.

Er muss auch fahren, mein Mann.  Ich bin da eher für Autobahnen zuständig.  Er tut mir schon leid, aber ankommen wollen wir ja auch irgendwann… 

Fécamp: wuselige Durchgangsstation in typischer Architektur der Normandie.

Nicht minder wuselig: Étretat. Wir parken mit vielen anderen außerhalb und laufen zur Strandpromenade.

Erstmals habe ich den Eindruck, hier in der Normandie gäbe es doch noch Massentourismus (unser Tagesziel übrigens nicht anders)
Étretat hat ein Parkplatz Problem. Wir zahlen 3 Euro für einen ausgewiesenen Womoplatz.
Schmal.
Nur eine Ausfahrt.
Intelligente Pkw Fahrer steuern den auch an und machen das Rauskommen zum Abenteuer.

Der Ort… Auch hier: Überreste des Atlantikwalls. Das Meer ist hell-türkis und charaktervoll. Die Steilküste… vielleicht liegt’s am Wetter: so toll ist das nicht.
Und es ist voll. Zu voll.
Der Seebär zückt sein Fernglas…
Auf die Klippen zieht es uns heute nicht. Insgesamt eenttäuschend. Auch die 8 Euro für ein potenzielles Bier machen die Sache nicht attraktiver… Nur weg hier! 

Für heute wollen wir eine Basis ansteuern, die uns mal 2 Tage strampelnden Roundtrip ermöglicht: Honfeur. Auch die Kinder finden das gut. Ich hab den Eindruck, sie haben es im Moment nicht so mit Roadtrip… 

Und doch machen wir zur Freude der Teenager noch einen Zwischenstopp in Le Havre.  Hat man nicht so auf dem Schirm? Sollte man aber! Daher ist das einen eigenen Eintrag wert! 

Der Weg nach Honfleur führt uns über die Pont de Normandie, eine Schrägseilbrücke, mit 856 m Spannweite die größte in Europa.  Das ist nichts für Höhenängstliche wie mich! Aber es sieht absolut cool aus! 

Und wieder steht der Bär.  Auf dem letzten Platz.  Nach uns würde das Schild „Complete“ aufgehängt 🙂

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