Tag 9: wir bleiben heute hier

Was für ein Morgen! Die Sonne scheint mir beim Aufwachen auf die Nase.  Das hatten wir die vergangenen Tage leider nie.
23 Grad sollen es werden.
Wir bleiben endlich zweimal an einem Ort. Alle wirken entspannt angesichts dieser Entscheidung.

Der hiesige Campingplatz hat sich nachts trotz Lage zwischen Meer und Durchgangsstraße, die tagsüber recht befahren ist, als ruhig erwiesen.
Die sanitären Anlagen sind neu und sauber und deshalb wohl auch stundenweise zum Putzen gesperrt. Das Abspülen gelingt mir erst im dritten Anlauf nachmittags um vier.

Auf dem Platz den ganzen Tag ein ständiges Kommen und Fahren. Wir sind erstaunt, wie viele Italiener sich hierher verirren.

Strom haben wir auch mal wieder. Zwar sind wir grundsätzlich autark, aber unsere diversen Devices zu laden, macht doch gelegentlich Stress. Die nachgerüsteten USB-Ladestecker über den „Haushaltsstrom“ geben im nicht-bestromten Szenario oft nicht ganz das her, was wir uns wünschen.

Unser gestriger Ausflug zu zweit ins Hotel Normandie war ein Traum.
Mein Mann kalte Platte mit allerlei Meeresgetier inklusive Austern. Ich wieder mal Moules Cremè.
Und eine Stunde allein zu zweit…

Arromanches-le-bains ist klein, eine dreistellige Zahl an Einwohnern.
Wir haben nur einen Supermarkt ausfindig machen können, der sich eher als Apotheke erweist.
Erstmals kommt das Bullitt zum Einsatz: es darf nach Bayeux einkaufen fahren.

Ich versuche mich einstweilen damit, den Kindern den Teppich von Bayeux doch noch schmackhaft zu machen und krame 1066 und die Normannen heraus – wäre ich da thematisch nur etwas fitter… Mittlerweile frage ich mich gelegentlich, ob die Normandie für Teenager geeignet ist. Und hätten wir doch eher gewürfelt, dann hätten wir uns Reiseführer organisieren können.  So scheitern wir immer wieder auf Informationssuche: das Internet in Frankreich ist wirklich teilweise lausig.

Während wir am Strand auf den hier typischen schwarzen Steinen sitzen, erkundet mein Mann mit dem Bullitt eine weitere „deutsche Batterie“ des Atlantikwalls im Nachbarort.
Baden tun hier nur die Hartgesottensten. Die Normalos wie ich finden es oberhalb der Kniekehle zu kalt.
Einige kommen nicht mal aus ihren Schuhen raus…
Das ist die Normandie, in der auch an jedem Eck Regenjacken verkauft werden.

Später am Strandmäucherchen sitzend und Eis essend wirkt die Szene wie ein Wimmelbild, sagt mein Mann und hat Recht.
Apropos Eis: eine Kugel kostet hier mehr oder weniger überall stolze 2,30 Euro! Schmeckt aber bisher überall richtig nach Urlaub. Heute habe ich mir auch mal eines gegönnt und rechne mir aus, wie sehr das tägliche Schlecken auf’s Budget schlägt 🙂

Ein entspannter, sonniger Tag neigt sich langsam zu Ende.
Morgen verlassen wir das Meer.
Farbe haben wir heute alle bekommen.
Ein gelungener Zwischenstopp.

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