Tag 13: Tschüss Frankreich

Es hilft nichts. Wir müssen uns auf den Weg Richtung Deutschland machen. Ich bin nach der zweiten Nacht am der Meuse eigentlich ganz froh, da mich der Campingplatz etwas nervt. Ich muss mal deutlich werden…

Wir haben alle unsere Plätze unterwegs über Google Maps gefunden.  Dort kann man sich ja auch gleich ein paar Fotos ansehen und die Bewertungen durchlesen. Die großen Campingplätze mit Pool und Kinderbespaßung haben  wir bewusst links liegen lassen. Bei den kleinen gehen die Meinungen üblicherweise extrem auseinander. Ein Grund hierfür könnten die typisch französischen Sanitäranlagen sein, im Speziellen die Toiletten. Von Verfechter des Stehpinkelns sicher geliebt, ebenso wie von Fans des altehrwürdigen Plumpsklos. Von allen anderen sicher skeptisch beäugt. Wie der vorsintflutliche Anblick, so auch häufig deren hygienischer Zustand und deren Sauberkeit. Uff. Das hält der eher zickige Camper wie ich es bin auf Dauer kaum aus. 
Unser heutiges Ziel heißt Heidelberg.  Dort war ich zwar schon zweimal, aber immer nur kurz beruflich. Zu kurz, um viel gesehen zu haben, lang genug, um zu wissen, dass ich mir dafür nochmal Zeit nehmen muss.  Wir wollen Speyer noch auf dem Weg mitnehmen. Mal wieder eine Kirche für den Teenager! 

Irgendwann unterwegs, wir haben nochmal ca. 30 Euro péage auf französischen Autobahnen gelassen, Mann und Kinder sind, in Saarbrücken mit Leberkäse (sic!) Semmeln abgefüttert, kippt der Plan. Wir fahren untenrum in die Pfalz.  

Untenrum das bedeutet über Pirmasens auf der wirklich schrecklichen B10. Nix los hier außer Lkws. Pirmasens, da war ich noch nie.  Aber da scheint ebenso nichts los zu sein. .. Da ich noch was sehen möchte, fällt die Wahl auf’s beschauliche Landau und eine Kneipe namens Stern’l sowie einem Grauburgunder. 

Unsere Base heute wird St. Martin sein. Naja… ein pusseliges Örtchen halt.  Oder besser eine einzige Weinrebe. Der Bär wohnt auf einem Stellplatz eines Weinguts.

Leider müssen wir den ursprünglichen Platz an den Rose räumen. Alles reserviert. Rentner wahrscheinlich… 

Während mein Mann von Absurditäten, ähm… Spezialitäten wie Saumagen träumt, tun mir die Kinder etwas leid. Ich glaube, St. Martin besteht ausschließlich aus besäuselten quatschenden Rentnern. Ich bin froh, dass es Zottels Eisdiele gibt. Gerettet. Internet geht auch wieder. Und wir kaufen ein.

Für uns und die Verwandtschaft, die schon genaue Vorstellungen hat. 

Für morgen habe ich noch das Hambacher Schloss ausgemacht, das 3 Kilometer weiter auf dem Berg thront… Der Teenager stöhnt: schon wieder Geschichte.  Und was für eine! 

Nun noch der Saumagen. Pfälzer Platte. 

Wir sind satt geworden in der Ritterstube. Unsere Empfehlung vor Ort mit Kindern. Altersstruktur normal.
Der Rentner scheint sich woanders aufzuhalten.
Die Kinder Schnitzel… ich Pfifferlinge. Morgen geht es nach Hause. 

Hübsch. Landschaft top. Wein exzellent. Essen gut. Mehr nicht.

2 Antworten auf “Tag 13: Tschüss Frankreich”

  1. Unser Traumziel war vor langer Zeit immer die Bretagne. Die Rückreise, etwa 1600km war auch nicht ohne Zwischenstation zu schaffen. Aber voll mit guten Erlebnissen ist das auch zu schaffen. Danke für die tollen Fotos!

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    1. Bretagne wäre tatsächlich auch schön ugewesen. Und weit… Die Normandie war aber auch beeindruckend. Wir sind letztendlich die gesamte Küste von Calais bis Cherbourg abgefahren, insgesamt kommen wir so auch auf deutlich über 3000 km.

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