Tag 8: La Cité de la Mer und mehr Meer

Heute wollen wir in Cherbourg noch das Museum La Cité de la Mer ansehen. Es ist die Attraktion vor Ort.  Geplant ist dann nochmal eine Nacht am Meer.  Ich habe einen Campingplatz bei Bayeux ausgemacht.  Zurück Richtung Osten also.

Das La Cité de la Mer ist ein Museum mit Schwerpunkt Ozean und Tiefsee. Auch das weltweit größte öffentlich zugängliche Atom U-Boot ist zu bestaunen. Das Museum liegt im ehemaligen transatlantischen Hafenbahnhof. Hier konnten geldige Pariser direkt vom Zug auf’s Schiff und an einem denkwürdigen Tag mit der Titanic direkt an den Eisberg.
Der Bär kann dort gut neben anderen auf dem großen Parkplatz stehen.

Der Eintritt ist gesalzen.
Wir berappen fast 60 Euro und beschließen, alles mitzunehmen.
Gut, dass wir den Campingplatz verlassen hatten, bevor die Rezeption erreichbar war: wir haben ungewollt umsonst gecampt…  Darf mal sein.

Die Attraction zu Beginn hätten wir uns sparen können. Zeitverschwendung.
Eher wie Volksfest Amusement.
Da beeindruckt und das U-Boot schon deutlich mehr. Hierfür gibt es auch einen deutschsprachigen Guide. Sonst nur französisch und etwas englisch.

Die Aquarien gefallen uns allen. Besonders der kleine Hai und der Rochen.  Oder die vielen kleinen bunten Fische? Es gibt sogar welche, die vorne pink und hinten gelb sind…  Eine echte Schau! Das sind auch die Quallen, die blau beleuchtet werden. Cool!

Der Abschluss bildet eine Ausstellung über die Titanic.
Die kam von England und hat in Cherbourg noch 290 Menschen ins Verderben aufgeladen. Der Jugendstil Checkout gefällt mir sehr. Viel Info.  Aber nach 4 Stunden fast too much. Auch wenn man mit dem Ticket einen Re-Entry hätte.

Wir fahren weiter zurück nach Bayeux und nehmen unterwegs den amerikanischen Friedhof an Omaha Beach mit.

Ergreifend! Punkt? Nein.
Die Amerikaner haben eine wunderschöne Anlage geschaffen. Noch einmal wird uns klar, was die Aliierten geleistet haben… fast noch mehr als gestern im Museum.

Auch wenn wir die Menschen nicht kannten: Die über 9000 penibel angeordneten Kreuze mit Namen machen sie lebendig. Auch die Kinder laufen interessiert und ergriffen durch die Gräberlinien.
Das ist also definitiv einen Abstecher wert!

Unser Ziel: der städtische Campingplatz in Arromanches-les-Bains. Das letzte Stück geht wieder über die Landstraße. Sehr idyllisch. Gelegentlich könnte man Äpfel, Cidre und Calvados (da sind ja wir gerade!) kaufen. Würde uns zu zweit sicher locken und bestimmt fänden wir dabei nette Plätze einfach so zum Stehen…

Auch in Arromanches-les-Bains verfolgt uns der Weltkrieg weiter.  Operation Overload.  Diesmal kein Atlantikwall, sondern Hafenanlagen der Alliierten.

Es gibt viele militärische Shops. Strange… leider viel los hier. Wir werden später noch ein Restaurant für zwei suchen. Etwas abseits idealerweise.
Der Platz ist schön gelegen und sauber. Wir werden nett und ein wenig chaotisch empfangen.  Passt.  Wir zahlen 24,70 Euro für alle. Scheint ein Standardpreis zu sein, auf 50 Cent hin oder her hatten wir das schon oft. Zum Strand sind es 5 Minuten zu Fuß. 3 mit dem Rad, wenn nicht wie heute Flohmarkt ist. Ich würde hier nicht meinen Urlaub verbringen wollen, aber für 1-2 Nächte perfekt.

Wenn das Wetter passt, radelt mein Mann morgen und wir sind am Wasser.

Den berühmten Teppich von Bayeux müssen wir wohl lassen.  Knapp 70 Meter gewebte Geschichte, die man lesen muss. 12. Jahrhundert. Ein Wow!  Und das mit den Teenagern? Ich weiß nicht…

Atlantikwall

Wir sind in Calais gelandet. 30 Millionen Reisende nutzen den Port de Calais als Einklarierungshafen für die Überfahrt nach England. Kann man dort auch Urlauben? Als wir an Ostern diesen Jahres uns in die Riege der 30 Millionen einreihten, konnte wir vom Oberdeck der Fähre aus die nicht zu beseitigenden Relikte des Antlantikwalls bereits das erste Mal sehen. Irgendwie fiel das Wort „da müsste man nochmal hin“, ohne dass wir konkret daran gedacht hätten, hier einmal zu landen.

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